Ein stabiles Becken braucht jeder Profi- wie Hobby-Sportler – gleich, ob Sprinter oder Marathonläufer, Fußball- oder Basketballspieler, Kraftsportler oder Turner. Nur so können alle Bewegungsabläufe sicher und gezielt umgesetzt werden.

Instabiles Becken
Ein instabiles Becken lässt die Hüfte nach außen knicken… es kommt zu einer extremen Belastung für den Stütz- und Bewegungsapparat!
Stabiles Becken
Ein stabiles Backen garantiert eine gleichmäßige Belastungsverteilung auf alle Körperbereiche

Die Realität sieht jedoch so aus, dass viele Athleten „leicht schief“ unterwegs sind. Der Grund dafür: Sie sind nicht imstande, das Becken zu stabilisieren, was zu einem Abkippen des Becken führt. Diese Fehlbelastung versetzt wiederum den Bewegungsapparat in einen massiven Stress, weil er mit anderen Muskeln Ausgleichsbewegungen durchführen muss.

Warum ist das Becken instabil?

Der Grund dafür ist in den meisten Fällen bei einer schwach ausgeprägten Gesäßmuskulatur, die aus dem großen Gesäßmuskel (M. Glutaeus maximus), dem mittleren Gesäßmuskel (M. Glutaeus medius) und dem kleinen Gesäßmuskel (M. Glutaeus minimums) besteht, zu finden. Diese Muskeln spreizen das Bein ab, strecken und rotieren die Hüfte nach außen. Dadurch wird das Becken während der Standbeinphase stabilisiert. Kann das Becken durch die Muskulatur nicht gehalten werden, kippt es ab.

Was sind die Folgen eines instabilen Beckens?

  • Das Standbein hat keine ausreichende Sicherung, was zu einer sogenannten unphysiologischen Beinachse führt. Das Knie dreht nach innen („medialer Kollaps“), ebenso knickt der Fuß nach innen (Überpronation des Sprunggelenks)
  • Die Ausrichtung der Wirbelsäule, die direkt von der Statik des Beckens abhängig ist, verändert sich
  • Es kommt zu einer Verlagerung des Oberkörpers zur Standbeinseite, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Das führt wiederum zu einer vermehrten Krafteinwirkung auf das Standbein
  • Der Arm auf der Seite des Standbeines wird in dieser Phase abgespreizt

Welche Beschwerden können durch ein instabiles Becken auftreten?

  • Aufgrund einer unphysiologische Beinachse kann es zu vermehrten Fehlbelastungen in bestimmten Knorpelbereichen kommen (v.a. im Knie!)
  • Es kann zu einer Dezentrierung der Kniescheibe führen
  • Menisken, Schleimbeutel und Sehnen werden überbeansprucht und schmerzen
  • Besonders bei Läufern treten Schmerzen an der Knieaußenseite auf. Diese Beschwerden sind auf ein „Läuferknie“ zurückzuführen.
  • Athleten klagen vermehrt über Rückenbeschwerden

Was tun bei instabilem Becken?

Ziel muss es sein, die Gesäßmuskeln sowie die Rumpfstabilisatoren so auszubilden, dass sie das Becken in der Standbeinphase sicher über längere Zeit stabilisieren können.

  • Gezielt und unter Anleitung die Gesäßmuskulatur – idealerweise mittels Functional Trainings – kräftigen. D.h. Übungen, die aus dem jeweiligen Bewegungsmuster der Sportart kommen
  • Bedachte Dehnung der Gesäßmuskulatur

Bei Elithera Citypark Graz stehen erfahrene Physiotherapeuten zur Verfügung, um mögliche Dysbalancen und Instabilität zu erkennen und zu beheben.

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Hilfestellung bei instabilem Becken